Zahnpflege aus der Natur

Zahnpflege aus der Natur Seit dem Altertum werden Zähne mit Heilpflanzen gereinigt, behandelt und gepflegt, denn gegen viele Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch heutzutage stellen natürliche Hilfsmittel eine tolle Ergänzung zu pharmazeutischen Pflegeprodukten dar. Einige möchten wir Ihnen hier vorstellen:

 

 

  • Pflanzen, die reich an Bitterstoffen sind, stärken nachweislich die Zähne (und auch die Knochen). Die Bitterstoffe regulieren unsere Magensaftproduktion, was wiederum wichtig ist, für die Aufnahme von Mineralstoffen, wie beispielsweise Kalzium. In Tee Form oder als Gewürze eignen sich: Löwenzahn, Kümmel, Anis oder Scharfgabe.
  • Der Schachtelhalm (auch Zinnkraut genannt) trägt durch seinen hohen Kieselsäuregehalt (Silicium) ebenfalls zu einer Stärkung der Zähne und Knochen bei und zeichnet sich zudem durch eine entzündungshemmende Wirkung aus.
  • Viele Kräuter haben einen desinfizierenden und infektionshemmenden Effekt und eignen sich dementsprechend zur Linderung leichter Entzündungen. Als Aufguss oder als konzentrierter Sud in Auflagenform empfehlen wir: Kamille, Salbei, Wacholder oder Thymian.
  • Bei Halitosis kann ein Gurgeln mit Tees Abhilfe schaffen, denen eine antiseptische und antimikrobielle Wirkung nachgesagt wird. Als besonders geeignet (und zudem schmackhaft) haben sich Pfefferminze, Salbei und Ingwer erwiesen. In akuten Fällen kann auch ein Kauen der Blätter, bzw. Stücke unangenehmen Mundgeruch vertreiben.
  • Um Ihren Zähnen einen strahlenden Glanz zu verleihen, können Sie sie mit einem Lorbeerblatt einreiben.
  • Eine Mundspülung mit Aloe Vera hat verschiedener Studien zufolge, eine genauso effektive Wirkung wie Chlorhexidinspülungen. Sie hemmt die Plaquebildung und stärkt das Zahnfleisch nachhaltig.
  • Das Kauen von Knoblauchsraukeblätter trägt zu Kariesprophylaxe bei.
  • Bei Schmerzen kann eine Vielzahl an Kräutern Ihre Beschwerden lindern: Malve, Majoran (Blätter kauen), Kamille (mit Sud spülen), Salbei, Melisse (Blätterkauen oder als Tee).
  • Grapefruitkernextrakt wirkt als natürliches Antibiotikum, ohne Nebenwirkungen. Er eignet sich besonders zur Desinfektion ihrer Zahnbürste. Lassen Sie den Bürstenkopf nach dem Putzen mehrere Minuten in einem Wasserglas mit 2-3 Tropfen des Extraktes einwirken. Danach gründlich ausspülen und trocknen lassen und schon ist sie wieder keimfrei.
  • Dem sogenannten Ölziehen wird in zahnmedizinischer Hinsicht ein umfangreiches Wirkungsspektrum beigemessen. Neben einer Festigung der Zähne, reduziert es Zahnbeläge und trägt so zur Prophylaxe von Karies und Zahnfleischbluten bei. Außerdem schafft es Abhilfe bei unangenehmem Mundgeruch. Reinigen Sie zu diesem Zweck morgens Ihre Zunge und spülen Sie anschließend den gesamten Mundraum mit einem Esslöffel Sesam-, Kokos-, oder Sonnenblumenöl – idealerweise über einen Zeitraum von 15-20 Minuten. Dabei sollten Sie nicht angestrengt gurgeln, sondern nur leicht umspülen, um nichts zu schlucken. In dem Öl lösen sich Ablagerungen, Keime und Bakterien, die Sie abschließend in ein Tuch entsorgen können, um mit Ihrer gewohnten Routine fortzufahren.

Sämtliche hier beschriebenen Tipps sollten nur als zusätzliche Pflegemaßnahme betrachtet werden und ersetzen keinesfalls die gewohnte Mundhygiene. Insbesondere wenn Sie Schmerzen verspüren ist der Besuch beim Zahnarzt der einzige Weg, um Ihre Beschwerden langfristig zu beheben. Dennoch stellen diese Helfer der Natur eine gute Möglichkeit dar, Ihre Zahngesundheit zu optimieren. Falls sie Fragen haben oder einen Beratungstermin brauchen steht die Zahnarztpraxis Dr. Mitterwald in Augsburg Ihnen gerne zu Verfügung.