Mit der elektrischen Zahnbürste oder von Hand putzen?

elektrische ZahnbürsteMindestens 1.460 Minuten oder gut 24 Stunden im Jahr verbringen wir mit Zähneputzen. Zumindest, wenn Sie wie empfohlen morgens und abends für zwei Minuten die Zähne putzen. Nutzen Sie dafür lieber eine elektrische Zahnbürste oder putzen Sie von Hand? Beide Putzmethoden haben ihre Vor- und Nachteile, die wir hier erklären.

Elektrische Zahnbürste – das kann sie besonders gut

Eine elektrische Zahnbürste überzeugt durch ihre Ausstattung und einfache Handhabung. Mit einer rotierenden Bewegung des Bürstenkopfes wird jeder Zahn einzeln geputzt. Mit über 40.000 Bewegungen pro Minute schlägt sie eine Handzahnbürste, die es je nach Putzmethode auf ungefähr 400 bis 500 Bewegungen pro Minute schafft.

Aber entfernt die elektrische Zahnbürste dadurch auch tatsächlich mehr Beläge? Studien zeigen, dass Gebisse, die elektrisch geputzt werden, oft weniger Beläge aufweisen. Dies liegt vor allem daran, dass die Zähne in derselben Zeit gründlicher gereinigt werden können kann als mit einer Handzahnbürste.

Zusätzlich bieten elektrische Zahnbürsten einige nützliche Features on top:

  • Die Putzzeit ist auf zum Beispiel auf zwei Minuten einstellbar und sie zeigt an, wann Sie jeweils zum nächsten Quadranten weiterspringen können. (Die Zonen des Ober- und Unterkiefers sind zur besseren Orientierung in Quadranten eingeteilt.)
  • Verschiedene Modi sorgen für entweder für eine sanfte Massage oder eine wirksamere Reinigung zur Entfernung von Belägen.
  • Ein Drucksensor schlägt Alarm, wenn Sie zu fest aufdrücken und so das Zahnfleisch verletzen könnten.

Handzahnbürste – bewährt und praktisch

Eine Handzahnbürste hat ebenfalls ihre Vorzüge. Sie kostet weniger in der Anschaffung, unterwegs auf Reisen nimmt sie wenig Platz weg und Sie brauchen kein Aufladegerät einpacken. In Sachen Putzergebnis kommen die meisten Studien zu dem Schluss, dass eine gründliche Reinigung mit einer Handzahnbürste selbstverständlich ebenfalls möglich ist. Allerdings kommt es hier mehr auf die richtige Putztechnik an.

Wir empfehlen die sogenannte KAI-Methode. KAI steht für Kaufläche, Außenfläche und Innenfläche und gibt damit die Reihenfolge der zu putzenden Stellen vor. Also erst die Kauflächen oben und unten mit Hin- und Herbewegungen bürsten, dann die Außenseiten mit kreisenden Bewegungen putzen und zu Letzt die Innenflächen entweder kreisend oder vom Zahnfleisch vorsichtig weg bürsten („von rot nach weiß“).

Noch ein Tipp – verwenden Sie die gute alte Sanduhr oder den Timer im Handy, um nicht nur gefühlt, sondern wirklich die vollen zwei Minuten zu putzen.

Fazit – was ist besser?

Unterm Strich ist es Geschmackssache, mit welcher Art Zahnbürste Sie putzen. Wichtig ist bei beiden Methoden, dass Sie tatsächlich zweimal am Tag zur Bürste greifen und zwei Minuten lang putzen. Bei der Handzahnbürste hängt der Erfolg stärker von der Putztechnik ab als bei elektrischen Zahnbürsten.

Für beide Zahnbürsten gilt für ein gutes Ergebnis – wechseln sie den Kopf bzw. die Bürste sobald die Borsten schief stehen, aber spätestens nach drei Monaten. Ob hart, weich oder mittel – bei der richtigen Wahl der Borstenhärte kann Ihnen der Zahnarzt helfen. Und vergessen Sie nicht, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide zu reinigen. Diesen Teil kann keine Zahnbürste Ihnen abnehmen.

Sind Sie sich unsicher, welche Art Zahnbürste die richtige für Sie ist? Vereinbaren Sie einen Beratungstermin – wir freuen uns auf Sie.

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